Alle Filme dieses Artikels haben eine Sache gemeinsam: Sie handeln von Drogen, Gewalt, und Glücksspiel um große Geldsummen. So sieht Poker in der Welt der Filme aus dramatisch und voll von Klischees und Lügen. Aber trotz alledem lieben wir diese Filme. Vielleicht, weil wir auch heimlich davon träumen, mit einer Pistole am Hals und einer Zigarette im Mundwinkel am Pokertisch zu sitzen Hier eine Übersicht über die fünf besten Pokerfilme aller Zeiten.
1 Rounders
Seit seiner Premiere in den amerikanischen Kinos, 1998, ist Rounders einer der Favoriten unter Pokerspielern gewesen, und da machen auch wir keine Ausnahme. Rounders lädt auf einen Streifzug durch schmutzige, illegale Clubs, Las Vegas-Hoffnungen undTräumen vom großen Geld ein. Matt Damon als der träumer Mike ist gut, Edward Norton herausragend in seiner Rolle als der impulsive Worm, und John Malcovic, in der Rolle als der undurchschaubare Russe Teddy KGB einfach außergewöhnlich. Regisseur John Dahl führt die Zuschauer weit weg von der heutigen, durch das Internet glorifizierten Vorstellung von Poker, und genau das macht diesen Film so fantastisch. Rounders ist zweifellos der beste Pokerfilm aller Zeiten.
2 Casino
Selbst wenn Martin Scorseses Meisterwerk Casino nicht so sehr um Poker handelt, finden wir, dass dieser brutale und faszinierende Film über Las Vegas auf den zweiten Platz unserer Rangliste gehört. Las vegas trieft regelrecht von Poker, und als Joe Peschi als hysterischer und aggressiver Boss seinen Höhepunkt erreicht, beginnt man sich zu fragen, ob es in den guten alten Zeiten nicht besser gewesen ist. Casino ist ein wirklich ausgezeichneter Film über Drogen, Gambling und korrupte Gangster. Wie wenig dieser Film auch eigentlich über Poker handelt, ist er ein unvergleichlicher Gamblingteaser.
3 One of a Kind: The Rise and Fall of Stu Ungar
Dokumentarfilm über das Leben von Stu The Kid: The Rise and Fall of Stu Ungar erlaubt einen tiefen Einblick in das Leben eines der besten Pokerspieler aller Zeiten. Der Film enthält exclusives Filmmaterial von den WSOP 1981 (dem Jahr, in welchem Ungar die Competition das zweite Mal hintereinander gewonnen hat). Mike Sixton berichtet von Ungars nahezu übernatürlichen Fähigkeiten, seine Gegner abzulesen und wir bekommen einen Einblick in The Kids kokaingeprägtes Leben in den 80-er Jahren. Det Titel bringt den Film eigentlich auf den Punkt: The Rise and Fall of Stu Unger sind 40 minuten Dokumentarfilm über Poker in den Achzigern und gleichzeitig ein faszinierender Bericht über den Aufstieg und Fall eines Genies.
4 Bube, Dame, König, grAs (Lock Stock and Two Smoking Barrels)
Bube, Dame, König, grAs ist intelligent, und wagt sich darüberhinaus auf unerforschten Boden. Der Film ist voll von Anglophilismus, schnellem Bildschnitt, bizarrer Action und ausdrucksstarken Pokerszenen. Das Bube, Dame , König, grAs dazu auch noch ein Film über waschechte Looser ist, gibt ihm nur noch einen Pluspunkt. Dieser Film unterstreicht nur den Mythos, dass Poker in Filmen ohne Drogen, Gewalt, und verdammt viel Geld einfach nicht spannend ist.
5 Cincinnaty Kid
Cincinnaty Kid ist ein klassisches amerikanisches Drama, in dem der Actionheld Steve McQueen die Hauptrolle spielt. Ehrlich gesagt handelt es sich hierbei nicht um einen besonders guten Film er ist weder spannend, schockierend noch originell aber sehr unterhaltsam. Beispiel dafür ist, als McQueens extrem cooler und geschickter Pokerspieler Eric The Kid Stoner die trügerische Lady Fingers herausfordert und das Publikum in eine Zeit mit zurücknimmt, in der sich an einen Pokertisch setzen bedeutete, sein Leben zu riskieren. Mehr fragwürdig ist hingegen der Poker im Film: In der letzten Runde setzt Eric alles auf einen Royal Straight Flush Draw und – ganz hollywoodalike bekommt er diesen selbstverständlich. Cincinnaty Kid ist Unterhaltung, aber Längen von Rounders entfernt.
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